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Erneuerbare Bioenergie aus Biomasse gewinnen

Um einer wachsenden einseitigen Energieabhängigkeit von den fossilen Rohstoffen Kohle, Öl und Gas zu entgehen wird bereits heute in weiten Teilen Nord- und Südamerikas und auch Europas mit der Energiegewinnung aus nachwachsenden, erneuerbaren Bio-Energieformen experimentiert und teilweise erfolgreich eingesetzt.

Der Ausbau nachwachsender Energien auf biologischer Grundlage stärkt einerseits die landwirtschaftliche Rentabilität heimischer Agrarflächen und hilft andererseits bei einer ökonomischeren Nutzung unserer Ressourcen zur Energieerzeugung beizutragen.

Bioenergie aus Biogas und Biomasse gewinnen

Geeignete Energiepflanzen sind vielerlei Freilandanpflanzungen. Während in Südamerika vielfach Zuckerrohr und in den USA große Mengen Mais und Getreide in die Biogas- und Biodiesel-Produktion wandern, werden in Europa und im besonderen in Deutschland Raps, Sonnenblumen, Mais, Getreide und vereinzelt auch Schilfgras als Energiequelle genutzt. Diese Rohstoffe sind allesamt verwertbare biologische Energieträger: Aus Biomasse vom heimischen Acker wird Bioenergie wie Biosprit und Biogas.

Ausschlaggebend ist die Wirtschaftlichkeit der angebauten Pflanzen. Was in den USA oder in Brasilien effizient ist, kann in unserem Klima unrentabel oder zu aufwendig sein. Bei der Umwandlung von Biomasse in flüssige Kraftstoffe wie Biodiesel, Bioethanol und andere Biobrennstoffe muss der Energieaufwand beim gesamten Anbau der Pflanzen mit berücksichtigt werden. Hierzu zählen Aufwendungen für Dünger und Treibstoff für landwirtschaftliche Fahrzeuge bei der Aussaat, Düngung, Ernte und dem Abtransport. Erste Versuche der letzten Jahre waren hier nicht immer sehr wirtschaftlich, doch mit diesen ersten Erfahrungen wurden rentablere Verfahren und effiziente, regenerative Energiequellen entwickelt.

Eignen sich zur Stromerzeugung und zur Wärmegewinnung neben einer profitablen Bioenergie auch andere alternative Energien, so sind für die Herstellung von hochwertigem Biokraftstoff für Verbrennungsmotoren in Fahrzeugen erneuerbare Energiepflanzen momentan die effizienteste Alternative zum Öl. Um bei der Auswahl der Energiepflanzen nicht die Märkte der ebenso dringend benötigten essbaren Nutzpflanzen und Früchte durcheinander zu mischen oder zu plündern, laufen bereits vielerorts Experimente mit ergiebigen Energiegräsern und Energiehölzern. Die Erzeugung von Energie aus Recycling und Biomasse-Recycling eröffnet ebenfalls interessante Zukunftsperspektiven.

Weitere Experimente einer Biomassenutzung und einer auf regenerativen Energien zielenden Kraftstoffgewinnung laufen mit Pilzbakterien, welche Pflanzen in Zellulose umwandeln, was eine höhere Kohlenstoffverbindung darstellt und woraus letzen Endes Bioethanol produziert werden kann. Bei anderen Versuchen zu Biobrennstoffen und Biodiesel werden mit diversen Verbrennungsverfahren aus fester Biomasse wie Gräser, Holz, Heu und Stroh Biogas oder biologische Flüssigkraftstoffe gewonnen.

Bio-Energien aus Biomasse und aus Biogas

Auch die Herstellung von Dieselbrennstoffen auf Holzbasis ist in der Erprobung. Allerdings wird beim großflächigen Anbau von Energieholz der Boden weit stärker verwurzelt als bei Schilfgraspflanzen oder Sonnenblumenfeldern. Dagegen hat sich Holz bei der alternativen Wärmegewinnung mit gepressten Holzpellets zu einem immer stärker werdenden Energieträger entwickelt. Beim Heizen mit Holzpellets gibt die Pelletheizung nur so viel CO2 an die Natur ab, wie das Holz während seines Wachstums der Umwelt entzogen hatte.

Der Einbau von Holzfeuerungs-anlagen in Eigenheime und Neubauten hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Die Pelletheizungen sind voll automatisiert und regeln mit Schaltuhren, Timern und Wärmethermostat vorab ganz bequem, wann Ihre Heizung anspringt, bzw. wann sie sich neue Holzpellets nachladen soll.

Zahlreiche Anlagen nutzen bereits Bioenergie-Technologien mit allen Vorteilen und Nachteilen, die "grüne Energien" mit sich bringen. Eine weitere Energiealternative für Landwirte ist die Umwandlung von Biomasse aus Getreidepflanzen, Mais, Rüben, Pflanzenresten und Gülle in methanhaltige Biogasenergie. In gewaltigen Silos und Biogaskraftwerken fermentieren die natürlichen Rohstoffe zu Biogas und setzen dabei nutzbare Wärme frei. Das methanreiche Biogas kann dann weiter zur Stromerzeugung verwendet werden. Mehr und mehr Blockheizkraftwerke können inzwischen mit Biogas betrieben werden. Selbst die nährstoffhaltigen Gärreste lassen sich als Dünger weiterverwerten, wodurch ein idealer Kreislauf in Gang kommt. Die Energiegewinnung aus vergärter Biomasse zu Biogas funktioniert sowohl bei privaten landwirtschaftlichen Kleinanlagen wie bei Volumen intensiven Biogaskraftwerken im großen Stil.

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