Holzpellet-Heizanlagen

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Heizen mit Holzpellets

Seit einem knappen Jahrzehnt hat sich in Deutschland ein Boom bei der Verfeuerung von Pellets aus gepressten Holzspänen entwickelt. Damit fanden die Verbraucher zum urältesten Brennstoff Holz zurück, der in den letzten Jahrzehnten mehr in den Hintergrund getreten war und allenfalls als Kaminholz zur Kaminbefeuerung diente. Vor allem in Schweden und in Österreich sind Holzpellet-Heizanlagen ein wichtiger Erzeuger erneuerbarer Energien.

Obwohl die Zunahme im Verbrauch von Holzpellets den Preis für die Presslinge, gemessen an der Heizkraft der Pellets, dem Ölpreis nahezu angeglichen hat, steigt die Nachfrage weiter. Holzpelletheizanlagen eignen sich zur Energieerzeugung von Ein- und Mehrfamilienhäusern wie auch von Bürogebäuden. Heizen mit Holzpellets ist sehr bedienerfreundlich.

Heizen mit Holzpellet-Heizanlagen

Wie bei der Ölanlieferung werden auch die Holzkugeln in einen Vorratsbehälter im Keller gepumpt, von wo die Pellets automatisch der Holzheizung zugeführt werden. Der Benutzer hat einzig per Timer und Wärmethermostat die gewünschten Heizzeiten bzw. die Temperaturspannen einzugeben.

Zur Herstellung der Holzpresslinge eignet sich naturbelassenes Holz und Rindestücke von Althölzern. Je trockener das Holz ist, desto geringer ist der Energieaufwand bei der Herstellung der Holzpellets. Außer neuem Holz werden Holzabfälle, Sägespäne und Sägemehl aus Sägewerken, von der Naturholz verarbeitenden Industrie und aus der Möbelproduktion zur Pelletproduktion verwendet. Nachdem alle Holzreste verkleinert wurden, werden sie unter enormem Druck und Wasserdampf ohne Leimzusätze durch Matrizenpressen gedrückt und auf eine gleichmäßige pillengroße Länge zurecht geschnitten. Nach dem Abkühlen sind die Presslinge transportfähig. Pellets sind ein zu 100% aus Holz gefertigter erneuerbarer Energieträger. Aus Gründen der Energieeffizienz, der Betriebsicherheit der Holzpelletheizung und der Brandgefahr sollte sowohl der Transport als auch die Lagerung der Holzpellets äußerst fachgerecht und absolut trocken erfolgen.

Bau einer Holzpellet-Heizanlage

Sie sollten Ihre Holzpellet-Heizanlage neben dem Lagerraum für die Holzpresslinge installieren. Dabei ist es sehr vorteilhaft, wenn der Lagerraum eine Wand an der Straßenseite hat, damit die Befüllung durch einen Tankwagen reibungslos und auf direktem Weg erfolgen kann. Im Pelletvorratsraum dürfen aus Brandschutzgründen keinerlei elektrische Installationen angebracht sein. Des Weiteren sind die ortsüblichen Brandschutzvorschriften für Heizanlagen einzuhalten.

Der Boden des Vorratskellers sollte sehr glatt sein und eine starke Neigung (45°) hin zum Ausgangsrohr haben, das zur Pelletheizung führt. Dies ist eine maßgebliche Bedingung für eine fachgerechte Lagerung, da ansonsten ein störungsfreies Nachfüllen der Heizanlage nicht gewährleistet ist. Ein schmaler langgestreckter Vorratsraum parallel zur Bodenneigung begünstigt zusätzlich ein reibungsloses Nachrollen der Pellets. Beim Umstieg von Öl- auf Pelletheizung kann der ehemalige Raum von Öltank und Ölschutzwanne nach Ausbau des Tanks und Umbau des Vorratsraums mit steiler Bodenneigung für die Pelletlagerung genutzt werden. Bei fachgerechter und trockener Lagerung ist vor einer langen Aufbewahrungszeit problemlos auszugehen.

Die Pelletheizung füllt sich automatisch den benötigten Brennstoff nach und verbrennt die Holzpellets nahezu rückstandsfrei, weswegen sehr wenig Restasche anfällt. Beim Heizen mit Holzpellets, die zu 100% aus Holz bestehen, wird nur soviel CO2 freigesetzt, wie das Holz während seinem Wachstumsprozess aus der Umwelt aufgenommen hat. So betrachtet ist der CO2-Ausstoss bei Pelletheizungen nur ein Zurückgeben der Menge an Kohlendioxid an den Kreislauf der Natur, der ihm zuvor entzogen wurde.

Allerdings beginnt die vermehrte Nachfrage nach diesem bequemen Brennstoff den gesamten Holzmarkt zu verändern. Es ist zu befürchten, dass auf Grund der erhöhten Nachfrage für den gewachsenen Brennholzmarkt eigens Wälder gerodet werden oder schnell wachsende Pappelwälder und Fichtenplantagen angepflanzt werden müssen. Vor allem wenn zunehmend auch Großkraftwerke zum Verbrennen von Holz und Holzprodukten übergehen, werden Naturschützer und Energieversorger gefordert sein und das Thema erneuerbare Holzenergie und Ökologie neu zu überdenken.

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