Biomasse BHKW (Blockheizkraftwerk)

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Abwärmenutzungsanlage generieren Hitze und Strom

Eine Abwärmenutzungsanlage, auch bekannt als ein "Biomasse Blockheizkraftwerk (Biomasse BHKW)", nutzt das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Dieser Prozess nutzt eine Wärmeanlage oder ein Kraftwerk um gleichzeitig nutzbare Hitze und Elektrizität zu erzeugen. Alle Kraftwerke stoßen normalerweise große Mengen an Hitze ab, die während der Stromerzeugung entsteht. Diese Wärme entweicht bei Kraftwerken, die nicht überdacht sind, direkt in die natürliche Umgebung. In Fall einer Überdachung muss die Hitze über einen Kühlturm ausgeschieden werden. Ein Blockheizkraftwerk fängt alle Wärme, die als Nebenprodukt entsteht, für Heizzwecke ein.

Heute wird BHKW Energie in vielen Teilen der Welt bereits zur Heißwasseraufbereitung genutzt. In Europa liefern Biomasse BHKW außer Heißwasser auch Fernwärme für Kommunen und Gemeinden. Die Temperaturen liegen zwischen 80°C und 130°C. Dieses Verfahren wird auch als regionaler Fernwärmeverbund bezeichnet. Einige Abwärmenutzungsanlagenliefern nur dezentralisierte Wärme an einzelne Haushalte, doch diese einfache Wärmezuteilung ist nicht flächendeckend und zählt nicht als regionaler Fernwärmeverbund.

Die Methode zur Nutzung von BHKW Energie ist für sehr viele Kraftwerke möglich. Grundsätzlich können sie die Nutzung der Wärme wiederaufgreifen. Die Wärme wird in den meisten Fällen zur Erhitzung von Wasser (Heißwasseraufbereitung) für ganze Stadtteile eingesetzt. Auch können auf diese Weise Wohnräume beheizt (Fernheizung) werden. Auch Schmelzöfen könnten theoretisch mit dieser Hitze versorgt werden, doch dies wäre eine recht unkonventionelle Methode, die wesentlich skeptischer betrachtet wird.

Das Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung wird von zahlreichen Kraftwerken oder BHKW rund um die Welt eingesetzt. Obwohl viele der älteren Kraftwerke mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, nimmt die Zahl der Anlagen, die auch recycelte Materialien verwenden oder gar ganz auf Biomasse setzen ständig zu. Tatsächlich nutzen Kraftwerke immer weniger fossile Energieträger und arbeiten mehr und mehr mit Biomasse Rohstoffen. Das Nebenprodukt Wärme in gemäßigten Temperaturen kann in Absorptionskühlern zur Abkühlung eingesetzt werden. Ein Kraftwerk, das Elektrizität, Hitze und Kälte produziert nennt man Drei-Generationen-Kraftwerk oder ein Poly-Generationen-Kraftwerk.

Durch die Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt eine Abwärmenutzungsanlage Strom und Hitze

Die Kraft-Wärme-Kopplung garantiert eine thermodynamisch effiziente Ausnutzung der eingesetzten Brennstoffe. In den meisten Produktionsprozessen entsteht, Wärme, die als unnötiges Abfallprodukt betrachtet wird, doch bei dieser Methode wird alle entstehende Wärme sinnvoll wiederverwendet. Bei einem Biomasse Blockheizkraftwerk wird dabei zusätzlich Abfall reduziert, da alle Energie aus organischen Abfallstoffen gewonnen wird.

Ein Biomasse BHKW nutzt zur gleichzeitigen Herstellung von Strom und Wärme organische Brennstoffe wie natürliches Gas, das aus Biomasse erzeugt wurde. Die Elektrizität wird ins öffentliche Netz eingespeist, von wo sie alle angeschlossenen Haushalte für die Hausbeleuchtung und andere Haushaltsgeräte mit Strom versorgt. Die Hitze, die bei der Stromerzeugung anfällt, wird zur Heißwasseraufbereitung genutzt und an die Haushalte der nahen Umgebung weitergegeben. Wenn die angefallene Hitze ausreichend ist, kann sie auch als Fernwärme zur Wohnraumbeheizung an die Haushalte geliefert werden. Bei der Erzeugung von BHKW Energie verpuffen nur circa 10% der Brennstoffe als Abgas. Das ist in etwa eine ähnlich wirtschaftliche Bilanz wie bei einem Schmelzofen.

Manche Verbrennungsanlagen, die in einem Biomasse BHKW zum Einsatz kommen, nutzen interne Verbrennungssysteme um ausschließlich Elektrizität zu erzeugen. Wieder andere Abwärmenutzungsanlagen, sogenannte Mikro-BHKW, nutzen die Technologie zur Erzeugung von BHKW Energie im ganz kleinen Maßstab. Solch ein kleines Biomasse Blockheizkraftwerk ist bestens für Privathaushalte und Bürohäuser geeignet. Diese Anlagen arbeiten in der Regel mit natürlichem Gas oder auch mit Propangas. Sehr verbreitet sind Biomasse BHKW, die mit gepressten Holzresten, sogenannten Holzpellets, beheizt werden. BHKW sind also nicht auf einen bestimmten Brennstoff beschränkt und der Gebrauch von Biomasse Rohstoffen setzt sich in dieser Branche immer deutlicher durch. Die anfallende Hitze eines Mikro-BHKW kann direkt zur Beheizung der Wohn- oder Büroräume und zur Warmwasseraufbereitung genutzt werden. Außerdem kann die angefallene Wärme als Energiequelle für mit Wärme betriebene (Absorption) Kühlanlagen.

Es muss also nichts verschwendet werden. Kraftwerke und E-Werke liefern bereits unseren Strom, aber es ist sinnvoller und wirtschaftlicher alle dabei entstehenden Elemente zu nutzen und gleichzeitig Energie zu sparen. Die Produktion von Elektrizität ist ein notwendiger Prozess, doch die dabei anfallende Wärme sollte nicht vergeudet, sondern ebenfalls wirtschaftlich genutzt werden. Dies wird in einem Biomasse Blockheizkraftwerk auf optimale Weise praktiziert.

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Durch die Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt eine Abwärmenutzungsanlage, auch BIOMASSE BHKW genannt, Strom und Hitze